@article{G{\"u}nther2006, author = {G{\"u}nther, Hans-J{\"u}rgen}, title = {Markgraf Jacob III. von Baden (1562-1590)}, journal = {Freiburger Di{\"o}zesan-Archiv}, volume = {126}, doi = {10.57962/regionalia-22949}, pages = {201 -- 269}, year = {2006}, abstract = {Pr{\"a}chtig sollte sie ausfallen, die f{\"u}r den September 1890 in Emmendingen geplante S{\"a}kularfeier zum Stadtjubil{\"a}um. Hatte doch 1590, drei Jahrhunderte zuvor, der badische Markgraf Jacob III. den damaligen Marktflecken zur Stadt erhoben. Von der Ank{\"u}ndigung des Festes im „Hochberger Boten" am 26. Juli bis zum einstimmig gefassten Stadtratsbeschluss vom 21. August 1890, „das projektierte Jubil{\"a}umsfest nicht abzuhalten", verging kein Monat. In dieser kurzen Zeitspanne war am 2. August 1890 im Emmendinger Gasthaus Engel eine allgemeine Volksversammlung einberufen worden, die von ca. 30 Personen besucht wurde. „Daraus schloß man, daß das Interesse f{\"u}r eine solche Feier in hiesiger Stadt kein großes sei und sowohl mit R{\"u}cksicht darauf als ,weil manche Herren doch nicht gewillt seien, den katholisch gewordenen Markgrafen zu verherrlichen' — wie der Herr B{\"u}rgermeister Roll in dieser Versammlung {\"o}ffentlich sagte — ließ man den fr{\"u}heren Beschluß bez{\"u}glich des Festzuges und der Feier {\"u}berhaupt fallen. Man sieht daraus, mit welchem Vorurtheil die Leute erf{\"u}llt sind — gegen alles, was katholisch ist. O Toleranz!" Dieser bislang nicht ver{\"o}ffentlichte Eintrag in der Emmendinger Pfarrchronik wirft ein bezeichnendes Licht auf die interkonfessionellen Spannungen, die nach Abklingen des badischen Kirchen- und Kulturkampfes vielfach an altbadisch-evangelischen Orten weiterhin bestanden. Durch die von Napoleon gef{\"o}rderte Bildung „Großbadens" war im deutschen S{\"u}dwesten ein neues politisch-gesellschaftliches Konstrukt entstanden.}, subject = {Jakob III., Baden-Hachberg, Markgraf 〈1562-1590〉}, language = {de} }