@book{BeckerGamerStoberetal.2021, author = {Becker, Ute and Gamer, Jochen and Stober, Gertrud and Stober, Wilhelm and S{\"u}ß, Wilfried and M{\"u}ller, Holger and Raupp, Manfred G.}, title = {Der Posaunenchor Staffort}, edition = {Zweite, erg{\"a}nzte Auflage}, organization = {Evangelische Kirchengemeinde Staffort-B{\"u}chenau}, doi = {10.57962/regionalia-26325}, pages = {51}, year = {2021}, abstract = {"Halleluja! Lobet Gott in Seinem Heiligtum … Lobet ihn mit Posaunen … Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!" (Psalm 150,1.3.6) Auf 3.000 Jahre alte Biblische "Einsetzungsworte" berufen sich Evangelische Posaunench{\"o}re schon jahrhundertelang - seit 2016 werden sie als Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO gew{\"u}rdigt! Lange hatten Bl{\"a}ser es aber schwer, in Kirchen spielen zu d{\"u}rfen. Martin Luther, der selbst an der Laute komponierte, empfand Trompeten als "himmlisches Feldgeschrei" oder "scheußliches Gottes-Ehr-Schreien". Gleichwohl wurden um 1500 erste Bl{\"a}ser-Motetten komponiert, Michel Praetorius pr{\"a}gte 1618 den Namen "Posaunen Chor", Johann Sebastian Bach sah in einigen Kantaten ausdr{\"u}cklich Posaunen vor. Ihr Siegeszug als kirchliche Freiluft-"Allwetter-Orgeln" begann 1731 in der Herrnhuter Br{\"u}dergemeine, 1738 bereits mit Bl{\"a}ser-Einsatz am fr{\"u}hen Ostermorgen! Doch erst im Lauf des 19. Jahrhunderts verbreiteten sie sich im Zuge der Erweckungsbewegungen als Instrumente der Volksmission in ganz Deutschland - oft in Evangelischen J{\"u}nglingsvereinen (CVJM) - und auch in England als "Brass Bands" der Heilsarmee. In unserer Nachbarschaft wurden 1896 die Posaunench{\"o}re in Blankenloch und Friedrichstal gegr{\"u}ndet, 1910 in Sp{\"o}ck. 1921, im selben Jahr, in dem in Staffort die 2. Generation Kirchenglocken l{\"a}uteten, waren auch hier erstmals Posaunen-Kl{\"a}nge zu h{\"o}ren. Da diese erste Initiative aus Mangel an Probenr{\"a}umen bereits f{\"u}nf Jahre sp{\"a}ter wieder einschlief, blieb ihr aber 1934 die Zwangseingliederung in die nationalsozialistische "Reichsmusikkammer" erspart. Umso schneller kam es 1946 schon kurz nach dem Ende des "Dritten Reiches" in Staffort zur Posaunenchor-Neugr{\"u}ndung, auch diesmal mit Unterst{\"u}tzung des EC-Jugendbundes der seit 1910 hier bestehenden Liebenzeller Gemeinschaft. Seine kirchenmusikalische "DNA" kommt bis heute bei jedem Einsatz zum Tragen. Dass seit der Jahrtausendwende gelegentlich profane Musik wie etwa Kinohits Aufnahme ins Repertoire findet, ist der ununterbrochenen Verj{\"u}ngung des Ensembles zu verdanken, da sich die musikalischen Pr{\"a}gungen der Bl{\"a}serinnen und Bl{\"a}ser von Generation zu Generation unentwegt wandeln. Deshalb bringt unser Posaunenchor regelm{\"a}ßig eine erfreulich große Bandbreite alten und neuen geistlichen Liedguts zu Geh{\"o}r.}, subject = {Stutensee-Staffort}, language = {de} }