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Untertanenkonflikte im Ritterstift Odenheim vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches

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  • Obgleich die publizistische Auseinandersetzung mit agrarischen Konflikten zwischen Untertanen und ihrer Herrschaft nicht viel jünger als ihr Gegenstand selbst ist, eine latente Aufstandsfurcht der Obrigkeit schon früh das Bedürfnis nach der Entwicklung von "Strategien zur Vermeidung oder Pazifizierung von Revolten"geweckt hat, stellte Peter Bierbrauer im Jahre 1980 für die Forschung in der Bundesrepublik Deutschland fest, daß eine "systematische, an grundsätzlichen Fragestellungen orientierte Auseinandersetzung mit den Aufständen zwischen 1525 und dem Ende des Alten Reiches [...], einmal abgesehen von einigen ersten Annäherungsversuchen in der neueren Forschung, bis heute nicht erfolgt" ist. Dies dürfte vor allem auf die nachhaltige Wirkung der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts zurückzuführen sein, die dem Bauern als von "unten wirkende Kraft [...] keinen Platz" zugestanden und den Bauernkrieg als Naturereignis, als Einbruch von Natur in Geschichte, charakterisiert hatte. Das Ausbleiben großer Bauernaufstände im Alten Reich des 17. und 18. Jahrhunderts schien die seit den dreißiger Jahren von Günther Franz vertretene These von der politischen Bedeutungslosigkeit des deutschen Bauern nach der Niederlage von 1525 zu stützen. Der nur wenige Jahre zuvor erschienene Aufsatz von Otto Schiff, in dem dieser festgestellt hatte, "daß der deutsche Bauer [...] sich nach 1525 keineswegs mit den herrschenden Zuständen abgefunden hat", blieb hingegen ohne Resonanz.

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Verfasserangaben:Ralf FetzerGND
DOI:https://doi.org/10.57962/regionalia-28975
Titel des übergeordneten Werkes (Deutsch):Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg / Reihe B, Forschungen
Schriftenreihe (Bandnummer):Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg / Reihe B, Forschungen (150.2002)
Verlag:W. Kohlhammer Verlag
Verlagsort:Stuttgart
Dokumentart:Buch (Monographie)
Sprache:Deutsch
Jahr der Erstveröffentlichung:2002
Beteiligte Körperschaft:Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
GND-Schlagwort:Stift Odenheim GND; Grundherrschaft GND; Protest GND; Agrarverfassung GND; Geschichte GND
Seitenzahl:433
DDC-Sachgruppen:300 Sozialwissenschaften / 300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie / 300 Sozialwissenschaften
300 Sozialwissenschaften / 340 Recht / 340 Recht
900 Geschichte und Geografie / 940 Geschichte Europas / 943 Geschichte Deutschlands
Systematik der Landesbibliographie:Landesgeschichte / Geschichte bis zum Ende des Alten Reiches 1806 / Allgemeines
Staat, Verfassung und Recht / Verfassung und Recht bis zum Ende des Alten Reiches 1806 / Verfassungsgeschichte
Staat, Verfassung und Recht / Verfassung und Recht der Territorien bis 1806 / Geistliche Territorien
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International