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    <title>https://regionalia.blb-karlsruhe.de</title>
    <description>OPUS documents</description>
    <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/index/index/</link>
    <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 15:26:18 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Tue, 06 Oct 2026 15:26:18 +0200</lastBuildDate>
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      <title>Mathias Grünewald und die "27 predig Lutters ingebunden"</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27751</link>
      <description>War Mathias Grünewald Mystiker? Heinrich Feurstein, ein katholischer Priester und Grünewaldforscher, hatte 1930 für das Kunstschaffen Mathias Grünewalds eine frühe Abhängigkeit vom Birgittinischen Gedankenkreis vorausgesetzt. Diese Zuordnung wirkte schulbildend und beförderte nachhaltig die Einschätzung, daß Grünewald als Mystiker zu gelten habe. Das überlieferte Werk des Mathias Gothardt Neidhardt umfaßt ausschließlich Bildtafeln mit christlicher Ikonographie. Vom Beginn seiner künstlerischen Entwicklung in Nürnberg bis zu seinem letzten Bild in Tauberbischofsheim hat ihn ein Motiv der Heilsgeschichte insbesondere beeindruckt: die Kreuzigung Jesu. Hat das Kreuz für den Gedanken der unio mystica eine exemplarische oder eine konstitutive Bedeutung? Sofern das Kreuz dem Glauben vorgeordnet ist, sind die Repräsentanten dieses Glaubens bei Grünewald nur als Indikatoren, als Hinweiser (knieende Maria unter dem Tympanon und Johannes der Täufer auf dem Isenheimer Altar!), denkbar.</description>
      <author>Reiner Marquard</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27751</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 15:26:18 +0200</pubDate>
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      <title>Luise Caroline Reichsgräfin von Hochberg (1768-1820)</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27748</link>
      <description>Luise Caroline Reichsgräfin von Hochberg, die zweite Gemahlin des ersten badischen Großherzogs Karl Friedrich, war stets eine umstrittene Persönlichkeit. Positive Würdigungen blieben selten und entsprangen besonders Ende des letzten Jahrhunderts wohl nur der Ergebenheit gegenüber dem regierenden badischen Fürstenhaus. Im übrigen überwogen negative Einschätzungen. Von diesen beruhte eine Gruppe stark auf Vermutungen und Gerüchten aus dem 19. Jahrhundert. So wurde der Gräfin unterstellt, mindestens das jüngste ihrer vier Kinder entstamme nicht der Verbindung mit ihrem alternden Gemahl Karl Friedrich, sondern einer außerehelichen Beziehung mit dessen Sohn Ludwig. Vor allem aber hielt man die Gräfin für die intrigante Initiatorin der Kaspar-Hauser-Affäre, und warf ihr vor, auf verbrecherische Weise ihren Söhnen den Weg zum badischen Thron geebnet zu haben. Für die meisten Historiker blieb sie jenseits des Kaspar-Hauser-Mythos ohne Interesse. Am deutlichsten drückt dies Willi Andreas aus, für den die Gräfin 1913 "im Grunde ihres Wesens nur Weib und nichts als Weib", gewesen ist. Dieses Verdikt gründet auf zwei Säulen: Es resultiert einerseits aus der Beurteilung, daß sie zwar eine einflußreiche aber dennoch unpolitische Frau gewesen sei und bei ihrem Handeln nur persönliche Ziele im Auge gehabt habe. Daneben fußt es auf der Zuschreibung von Eigenschaften wie Handeln in blinder Leidenschaft, mangelnde Besonnenheit und unbedarfte Gutmütigkeit.</description>
      <author>Martin Furtwängler</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27748</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 15:07:58 +0200</pubDate>
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      <title>Gab es in Worms ein Schisma zur Zeit Kaiser Heinrichs V.?</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27747</link>
      <description>Seit langem ist das Schisma bekannt, von welchem das Wormser Bistum zur Zeit Kaiser Heinrichs IV, heimgesucht wurde. Ein zweites Schisma soll es zur Zeit Heinrichs V. gegeben haben. Über letzteres herrscht bis heute in der Literatur eine große Unsicherheit, zu deren Beendigung wir uns zunächst dessen Quellenbasis betrachten.</description>
      <author>Andreas Urban Friedmann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27747</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 14:53:41 +0200</pubDate>
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      <title>Zwischen adliger Herrschaft, fürstlichem Dienst und drohender Landsässigkeit</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27739</link>
      <description>"Virtus sudore paratur" verheißt die 1726 im Diplom über die Erhebung in den Reichsgrafenstand erstmals bezeugte, vermutlich aber schon zur Zeit der Renaissance entstandene Devise des um den Heuchelberg, im Gartachgau und im Zabergäu beheimateten Hauses Neipperg. Sie charakterisiert bemerkenswert treffend den Werdegang dieser Familie vom hohen Mittelalter bis zum Ende der Monarchie, von der staufischen Reichsministerialität über den Niederadel und die Reichsritterschaft bis in den Hochadel, zur Reichsstandschaft und Standesherrlichkeit. Auf den ersten Blick und in vielen Details erscheint dieser Werdegang durchaus typisch für den reichsunmittelbaren Adel Südwestdeutschlands, und tatsächlich findet er zahlreiche Parallelen in der Geschichte anderer Familien nicht allein der Kraichgauer Ritterschaft. Daneben aber läßt er eine Reihe von Besonderheiten und Eigenarten erkennen, auf die man wohl letztlich den großen Erfolg des Hauses Neipperg in der Welt des Alten Reiches und darüber hinaus zurückführen muß. Persönliche Tüchtigkeit und Durchsetzungskraft zeigen sich hier über viele Generationen gepaart mit Umsicht und Konsequenz, mit politischem Geschick, mit einem ausgeprägten Familiensinn und nicht zuletzt mit viel Fortune.</description>
      <author>Kurt Andermann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27739</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 10:43:33 +0200</pubDate>
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      <title>Das Collegium Sapientiae in Heidelberg im 16. Jahrhundert</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27733</link>
      <description>Das Heidelberger Collegium Sapientiae war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Dreißigjährigen Krieg und - in bescheidenerem Ausmaß - in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine der bekanntesten Bildungsanstalten der reformierten Kirche im sũdwestdeutsch-schweizerischen Raum mit Ausstrahlung in zahlreiche andere calvinistische Territorien, insbesondere in Osteuropa. Trotz seiner Bedeutung sind jedoch Entstehungsbedingungen, Organisation und Wirksamkeit des Sapienzkollegs niemals untersucht worden, wenn es auch häufig im Zusammenhang mit der Geschichte der kurpfälzischen Kirche oder der Universität erwähnt worden ist. Die Ursache dieser Vernachlässigung in der modernen Forschung liegt nicht zuletzt in der desolaten Quellenlage. Geschlossene Aktenbestände existieren offenbar nicht; selbst wichtige Materialien, die im 18. Jahrhundert noch zur Verfügung standen, sind heute nicht mehr greifbar. Daher können im Folgenden auch nur kurze und fragmentarische Beobachtungen vorgelegt werden.</description>
      <author>Eike Wolgast</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27733</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 10:20:30 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Asyl und Zuhause - württembergische Herzöge in Schloß Fantaisie bei Bayreuth</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27731</link>
      <description>Fremdheit und Integration sind wieder aktuelle Themen. In Oberfranken sollten sie, aus langer historischer Erfahrung heraus, mit Gelassenheit behandelt werden. Die fränkischen Markgraftümer haben sich nicht nur als Aufnahmeland für Hugenotten bewährt (Paradebeispiel: Erlangen). Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Region, mit Gesamtbayern, eine hohe Zahl von Neubürgern aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße erfolgreich und mit Gewinn in Wirtschaft und Gesellschaft einbinden können. Auch die Zeit dazwischen braucht keine weiße Fläche auf der thematischen Karte "Asylanten" eines virtuellen fränkischen Geschichtsatlasses zu bleiben. Fluchtbewegungen nach Bayreuth - hier aufzuzeigen am Beispiel von Angehörigen der Oberschicht - wurden durch die Französische Revolution, den Sturz der Julimonarchie und - lange vorher - eine gescheiterte Ehe ausgelöst.</description>
      <author>Ingo Toussaint</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27731</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 09:49:24 +0200</pubDate>
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      <title>Der gute Hirte und der schlechte Mietling</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27662</link>
      <description>Im Jahr 1671 verfaßte der Konstanzer Georg Settele sein Testament: Der wohlhabende Mann bedachte angemessen seine Angehörigen mit Bargeld. regelte den Verkauf seiner Liegenschaften und bestimmte die Erben für seinen persönlichen Nachlaß. Bei all seinen familiären Rücksichten behielt er aber noch so viel Vermögen zurück, daß er in ausreichender Form für das eigene Seelenheit und das seiner Familie Vorsorge treffen konnte: Elf Kirchen und Klöster bedachte er mit Stiftungen, präzise regelte er, in welcher Kirche, an welchem Altar, zu welchem Zeitpunkt Priester das Meßopfer feiern und Fürbittgebete für das Heil der Verstorbenen sprechen sollten.</description>
      <author>Wolfgang Zimmermann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27662</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 09:32:51 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Wahlrecht und Wahlen vor der Reichsgründung in Baden</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27720</link>
      <description>Die Idee demokratischer Bestimmung des politischen Geschehens, Herrschaft des Volks also zu verwirklichen, reicht mit ihren ersten Realisierungsmodellen weit in die Antike zurück. In der jüngeren Geschichte Europas bedurfte es aber erst der Aufklärung, der von ihr ausgehenden geistigen Impulse und der Revolution in Frankreich, bis Angedachtes sich auch in Deutschland in konkreter werdenden politischen Forderungen kristallisierte, danach eines neuerlich langanhaltenden Prozesses, bis aus konkurrierenden Vorstellungen heraus Gesetzesnormen geschaffen waren und schließlich die politische Realität des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wählens folgte.</description>
      <author>Fred Ludwig Sepaintner</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27720</guid>
      <pubDate>Tue, 06 Oct 2026 07:34:03 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Der Fremdenverkehr in Bad Urach</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27689</link>
      <description>Die im Landkreis Reutlingen gelegene Stadt Bad Urach gehört heute zu den bedeutendsten Fremdenverkehrsgemeinden auf der Schwäbischen Alb mit Anerkennung als Luftkur- und Badeort. Die Anfänge des Fremdenverkehrs reichen zurück bis etwa zur Jahrhundertwende, doch sind sichere Aussagen aufgrund der unbefriedigenden Quellenlage kaum möglich (Röhm 1969 S. 3). Unterlagen über die entsprechenden Aktivitäten sind in den Archiven erst für die letzten Jahrzehnte vorhanden; aus früherer Zeit existieren nur einige wenige Prospekte und Zeitungsausschnitte. Lemmer (1993 S. 12) legt in sehr großzügiger historischer Sicht den Beginn des Fremdenverkehrs sogar noch sehr viel früher in das 14. Jh., als Angehörige des württembergischen Hofes zu Jagd und Spiel nach Urach kamen. 1643 gab dann Merian in seiner Topographia Germaniae erste Hinweise auf das gesunde Klima und die reizvolle Lage der Gemeinde.</description>
      <author>Hartmut Klüver</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27689</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 16:37:40 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Sophie Marquise de Dangeau - eine Löwenstein am Hofe des Sonnenkönigs</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27693</link>
      <description>Mit dem Versailler Hof assoziiert im deutschen Südwesten jeder historisch Interessierte sogleich auch Elisabeth Charlotte, geborene Pfalzgräfin bei Rhein, als Herzogin von Orléans Schwägerin König Ludwigs XIV. von Frankreich, die als &gt;Liselotte von der Pfalz&lt; dank ihrer umfangreichen Korrespondenz unsterblich geworden ist. Das Schicksal der zweiten prominenten Deutschen am Versailler Hof, Maria Anna Christine, geb. Herzogin von Bayern und Gattin des Dauphin, hat lediglich in Fachkreisen Aufmerksamkeit gefunden. Daß jedoch noch eine weitere deutsche Adlige, Sophie Marie Wilhelmine Gräfin von Löwenstein-Wertheim- Rochefort, in jener Zeit jahrzehntelang dem französischen Hof angehörte, ist hierzulande nahezu unbekannt geblieben. Der Reiz, den die Befassung mit solchen Persönlichkeiten mit sich bringt, rührt zu einem Gutteil daher, daß diese im Brennpunkt der Begegnung zweier Adelswelten stehen, einem Bereich also, in dem die unterschiedlichen kulturellen Auffassungen, aber auch Verfassungszustände des Königreichs Frankreich und des Alten Reichs aufeinandertrafen.</description>
      <author>Volker Rödel</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27693</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 16:28:30 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Zu den ältesten Siegeln der Städte Heidelberg und Neustadt an der Weinstraße</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27665</link>
      <description>"Die Entstehung des pfälzischen Territoriums am unteren Neckar und die Anfänge der Stadt Heidelberg" hat Meinrad Schaab schon vor vier Jahrzehnten in einer konzentrierten Studie behandelt, die für beide Themenbereiche bis heute als grundlegend gelten darf. Allerdings ist inzwischen durch Grabungen an verschiedenen Stellen der Heidelberger Altstadt viel neues Quellenmaterial zutage gekommen, und so haben Manfred Benner und Achim Wendt, Mitarbeiter des Landesdenkmalamts, es anläßlich des 1996 begangenen 800jährigen Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung Heidelbergs unternommen, das lange gültige Bild der Stadtentstehung in wesentlichen Punkten zu revidieren. Schaab hat sich alsbald in die Diskussion eingeschaltet, die Aussagen der verschiedenartigen Quellen nochmals sorgsam abgewogen und dabei den Blick vergleichend auf andere süddeutsche Städte gerichtet.</description>
      <author>Joachim Dahlhaus</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27665</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 16:16:02 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Das Lehnwesen des Klosters Schwarzach am Rhein</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27663</link>
      <description>Im Zuge einer allgemeinen Neubewertung des späten Mittelalters wurde während der zurückliegenden drei Jahrzehnte auch unser Wissen um das Lehnwesen des 13. bis 15. Jahrhunderts und seine Bedeutung für die sich konsolidierenden Territorien wesentlich vermehrt. Dabei galt das Interesse der Forschung sowohl in Darstellungen wie in Editionen ganz vorwiegend den Lehnhöfen des Königs, der weltlichen und geistlichen Fürsten sowie der Grafen, wohingegen jene der Prälaten vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit fanden. Indes zeigt bereits ein flüchtiger Blick in Woldemar Lipperts Zusammenstellung deutscher Lehnbücher, wie verbreitet das Lehnwesen auch in prälatischen Herrschaften - namentlich unter den Benediktinern - gewesen ist, und eine Bestandsaufnahme von Kloster zu Kloster würde gewiß noch viele weitere Beispiele äbtischer Lehnhöfe zu Tage fördern. Allein aus dem Oberrheingebiet und seinen Randlandschaften lassen sich zumindest noch die Abteien Limburg an der Haardt, Klingenmünster, Hornbach, Selz, Andlau, Murbach und Schwarzach hinzufügen, aus Franken beispielsweise Amorbach im Odenwald, St. Stephan in Würzburg, Münsterschwarzach am Main und das Kloster auf dem Michaelsberg über Bamberg.</description>
      <author>Kurt Andermann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27663</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 16:05:43 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Status und Studium</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27655</link>
      <description>"But the age of chivalry is gone. That of sophisters, oeconomists, and calculators, has succeeded: and the glory of Europe is extinguished for ever". Also sprach Edmund Burke 1790 angesichts der Lage der "great lady", der - so mögen Burke und sie selbst es gleichermaßen empfunden haben - im Tuilerienpalast vom Damoklesschwert des Pöbels bedrohten Marie Antoinette. Die Französische Revolution als die Schnittstelle zwischen aristokratischem und bürgerlichem Zeitalter, als der transitorische Moment der europäischen Geschichte in sozial- und geistesgeschichtlicher Hinsicht - eine Auffassung, die unter historiographischem Aspekt beinahe zur Plattitüde geworden ist - wird hier von Burke als das Ende einer Gegenwart gedeutet, die in entscheidenden Charakteristiken einen ungebrochenen Bezug zum Mittelalter besaß, des Zeitalters, das wahrhaft das Etikett der "chivalry" für sich beanspruchen durfte. Die existentielle Bedrohung, mit der der Adel (der hier etwas simplifizierend mit dem Rittertum gleichgesetzt wird, das für den Sprachführer der europäischen Konservativen viel mehr eine Geisteshaltung als eine ständisch gegliederte Gesellschaftsordnung symbolisierte) durch die Ereignisses von 1789 konfrontiert wurde, stellte in ihrer Grundsätzlichkeit und Breitenwirkung ein noch nie dagewesenes Ereignis der europäischen Geschichte dar; die Herausforderungen, denen die Aristokratie als Herrschaftsstand an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit begegnete, müssen dagegen als sehr viel bescheidener und unspektakulärer bewertet werden.</description>
      <author>Christian Wieland</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27655</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 15:45:30 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die badische Hochschulpolitik in der Ära Friedrichs I. (1852/56 bis 1907)</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27647</link>
      <description>Die badische Hochschulpolitik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfaßt eine Periode, in der - nach einem Vorbereitungszeitraum von etwa dreißig Jahren - die Wissenschaften sowie die wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutionen in Deutschland und in Europa auf einen bisher nicht gekannten Höchststand gelangten. Das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unangefochten geltende Verständnis von Wissenschaft hatte sich an der Überlieferung und Vermittlung eines festen Kanons von Wissen orientiert. Dieser statische Wissenschaftsbegriff wurde nach 1800 von einem dynamischen abgelöst, den Wilhelm von Humboldt klassisch definierte: Wissenschaft als etwas noch nicht ganz Gefundenes und nie ganz Aufzufindendes - Forschung war die unablässige Suche nach Wissenschaft als solcher, damit die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis. Die Forschung sollte sich nach Humboldts Ideal in Einsamkeit und Freiheit als den in ihrem (sc. den wissenschaftlichen Anstalten) Kreise vorwaltenden Prinzipien vollziehen.</description>
      <author>Eike Wolgast</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27647</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 15:30:54 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Schriftenverzeichnis Fritz Trautz</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/29487</link>
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      <author>Kurt Andermann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/29487</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 15:05:38 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Melanchthon und die oberrheinischen Humanisten</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27630</link>
      <description>Wenn man "oberrheinischer Humanismus" sagt, fällt einem als erstes Schlettstadt ein mit seiner berühmten Lateinschule unter den Rektoren Ludwig Dringenberg (1410-1477), einem Westfalen, Krafft Hofmann aus Utenheim (Philippsburg bei Speyer, 1450-1501), Hieronymus Gebwiler aus Kaysersberg (ca. 1473-1545, Rektor 1501-1509), Oswald Bär aus Südtirol (Rektor 1509-1511) und dem Stadtkind Johannes Sapidus (1490-1561, Rektor 1512-1526), und man erinnert sich an Jakob Wimpfeling, Beatus Rhenanus und Martin Bucer, die hier geboren wurden, Wimpfeling 1450, Rhenanus 1485, Bucer 1493. Melanchthon (1497 geboren) kannte Wimpfeling und Bucer persönlich; um die Freundschaft des Beatus Rhenanus warb er vergeblich.</description>
      <author>Heinz Scheible</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27630</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 14:54:22 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Eliteerziehung und Volkstumspolitik</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27627</link>
      <description>Schon kurz nach der Machtergreifung wurden zu Hitlers Geburtstag die in Preußen bestehenden Staatlichen Bildungsanstalten, Internatsschulen, die aus den preußischen Kadettenanstalten hervorgegangen waren, in sogenannte Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NPEA, Napolas) umgewandelt. Damit begann die Diskussion um die Ziele von Ausleseschulen und Elitebildung für Jungen. Die Schulen standen zunächst unter dem Einfluß der SA, ab 1936 wurden sie von SS-Obergruppenführer August Heißmeyer in einer Dienststelle innerhalb des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung geleitet. Bis zum Kriegsende wuchs ihre Zahl auf etwa 35 an. Hinzu kamen die konkurrierenden Adolf-Hitler- Schulen der Hitlerjugend und der Deutschen Arbeitsfront sowie die NS-Deutsche Oberschule von Feldafing.</description>
      <author>Arnulf Moser</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27627</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 14:29:28 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Erbhofämter des Hochstifts Konstanz in neuerer Zeit</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27626</link>
      <description>Die Forschung hat sich dem deutschen Adel und den eng mit ihm verbundenen Bereichen des Lehenwesens und der fürstlichen Höfe wieder stärker zugewandt. Für die Höfe der Frühen Neuzeit hat die Studie von Norbert Elias Epoche gemacht - nicht wirklich zu Recht, denn es handelt sich um eine soziologische und theoretische Untersuchung, die ausgeht von den Mémoires des Duc de Saint-Simon, der über den französischen Königshof unter Louis XIV. und dem Regenten schreibt. Daß die kleinen geistlichen Höfe des Alten Reichs wie gerade jener in Meersburg kaum in gleicher Weise betrachtet werden können, leuchtet wohl ein; schon die Quellenlage ist dürftig, und der berüchtigte Karl Eduard Vehse, über den Fontane sich mokierte, bietet nur eben eine Bischofsliste und ein Verzeichnis der Domkapitularen; pikante Histörchen, wie er sie liebt, fand Vehse keine. An den Höfen der Frühen Neuzeit ist es allerdings der neue Hofstaat mit Hofmarschall, Jägermeister etc., dem entscheidende Funktionen zukommen, nicht mehr die Erbhofämter, doch können sich gerade in kleinen Verhältnissen personelle Verbindungen, ja Identität zwischen alten und neuen Hofwürdenträgern ergeben.</description>
      <author>Werner Kundert</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27626</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 14:07:42 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Zur Festgeschichte der badischen Bürgermilitäreinheiten, Schützen-, Sänger- und Turnvereine 1800-1850, Teil 1</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27644</link>
      <description>"Im letztvergangenen Jahrzehnd [in den 1840er Jahren, der Verf.] suchte man durch Vergesellschaftungen, wie sie gleiches Streben, gleiche Bildungsstufen hervorrufen, eine Vereinigung oder doch brüderlichere Annäherung deutscher Stämme anzubahnen. Die Liedertafeln, die Gesangvereine, die Zusammenkünfte deutscher Gelehrten aller Branchen, und noch manche andere Gesellschaftsformen waren ebenso viele Staffeln zu einer auf Umwegen erstrebten Einigung der ganzen Nation in allen ihren Interessen". Versammlungen und Feste der Schützen, Sänger und Turner bildeten nur einen Teil der deutschen Nationalbewegung neben Versammlungen von Gelehrten und Kammerabgeordneten verschiedener deutscher Staaten. Mußten letztere bis 1847 (Heppenheimer Versammlung) im Verborgenen stattfinden, so bildeten die Sänger- und Turnerfeste, stärker noch als die Schützenfeste und die Versammlungen deutscher Gelehrter den spektakulärsten und massenwirksamsten Teil dieser nationalen Verflechtung auf verschiedenen Ebenen.</description>
      <author>Bernhard Wien</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27644</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 13:57:04 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Zur Festgeschichte der badischen Bürgermilitäreinheiten, Schützen-, Sänger- und Turnvereine 1800-1850, Teil 2</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27412</link>
      <description>Die hier behandelten badischen Sängerfeste stellen den zweiten Teil der Untersuchung der - so meine These - badischen 'Festinfrastruktur' 1800-1850 dar: Die vergleichende Festgeschichte der badischen Bürgermilitäreinheiten, Schützen-, Sänger- und Turnvereine. Die Einleitung, Festgeschichte der anderen Assoziationsarten und das Ergebnis der Gesamtuntersuchung findet sich im ersten Teil (ZGO 149, 2001, S. 229-262).</description>
      <author>Bernhard Wien</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27412</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 12:29:21 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Adel und Burg im Mittelalter</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27410</link>
      <description>Für den mittelalterlichen Adel spielte der Besitz von Burgen offenbar eine zentrale Rolle, wie der reiche Bestand an Burgen und Burgruinen in vielen Landschaften noch heute vor Augen führt. Die schriftlichen Zeugnisse zu den Burgen des Mittelalters sind aber enttäuschend spärlich, was selbst für Regionen mit einer großen Burgendichte gilt. Eine Ausnahme bildet die bekannte Stelle bei Otto von Freising, in der er den Burgenbau des staufischen Herzogs Friedrich II. im Oberrheingebiet zu Beginn des 12. Jahrhunderts erwähnt.</description>
      <author>Werner Rösener</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27410</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 12:13:10 +0200</pubDate>
    </item>
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      <title>Kraftfahrzeugverkehr in der Französischen Besatzungszone am Beispiel der Pfalz 1945-1949</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27405</link>
      <description>Mehr als die Not der Zeit erwarten lieg, waren die 1920er und 30er Jahre Wegbereiter der Massenmotorisierung. Die Zwischenkriegszeit hat auch die Transportrevolution des 20. Jahrhunderts mit der Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße eingeleitet. Mit dem schnellen und kostengünstigen Straßentransport auf ausgebauten Reichsstraßen und Autobahnen verschaffte sich die deutsche Industrie, die sich seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert zu einer fein verästelten Zuliefererindustrie mit spezialisierter Teilefertigung entwickelt hatte, einen Standortvorteil; ohne das entwickelte Verkehrs- und Transportwesen ist das hohe Industrieniveau Deutschlands nicht denkbar. Darum war es eine der Voraussetzungen für den Wiederaufbau, daß das Transportsystem Straße nach Kriegsende so rasch als möglich wieder funktionstüchtig gemacht wurde. Die vorliegende Studie untersucht für die Französische Besatzungszone am Beispiel der Pfalz, in welchem Umfang und Tempo dies gelungen ist, welche Hindernisse sich dem in den Weg stellten und welche Straßenverkehrspolitik die französische Besatzungsmacht betrieb.</description>
      <author>Karl-Heinz Rothenberger</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27405</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 11:47:55 +0200</pubDate>
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      <title>Fürstenerziehung im Barock</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27404</link>
      <description>Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden wurde am 8. April 1655 in Paris im Hôtel de Soissons geboren. Zeitgenossen hielten mit großer Genauigkeit die astrologisch wichtigen Aspekte seiner Geburt fest: "Mittag um 2 Uhr... als die Sonn in der 18. Stuffen des Widders war ... zwey Tag nach dem Neumond". Eine erste, noch unbewußten Erfahrung, die der kleine badische Prinz machen mußte, war das Fehlen der Mutter. Die mit Mühe, Aufwand und politischer Absicht von Ludwig XIV., seinem Premierminister Kardinal Jules Mazarin und Markgraf Wilhelm (1593-1677) gestiftete Ehe zwischen der französischen Prinzessin Louise Christine von Savoyen-Carignan (1627-1689) und dem badischen Erbprinz Ferdinand Maximilian (1625 1669) scheiterte von Beginn an. Selbst ein längerer, kostspieliger Aufenthalt Ferdinand Maximilians vom 21. Juni 1654 bis zum 12. Oktober 1655 in Paris konnte seine ihm am 17. Februar 1654 "per procura" angetraute Frau nicht bewegen, den Hof Ludwigs XIV. zu verlassen und als Markgräfin von Baden nach Baden-Baden zu kommen.</description>
      <author>Christian Greiner</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27404</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 11:28:13 +0200</pubDate>
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      <title>Der Kampf um den Wald</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27403</link>
      <description>[...] Diese Worte, die die Forstordnung von 1747 für das dem Ritterkanton Kraichgau inkorporierte und den Herren von Gemmingen zustehende Dorf Michelfeld einleiten, zeichnen ein Bild vom Zustand der Gemeindewaldungen, wie es uns in den überlieferten Archivalien der frühen Neuzeit häufig begegnet. Die Klage über den äußerst schlechten Zustand der Wälder in kommunaler Hand ist in den Quellen herrschaftlicher Provenienz fast allgegenwärtig. Die Kritik an den schädlichen Waldnutzungsformen der Untertanen und an der schlechten, eben nicht an Nachhaltigkeit orientierten Bewirtschaftung der Gemeindewaldungen durch die frühneuzeitlichen Kommunen durchzog nahezu überall im Gebiet des Alten Reiches die stark am "Gemeinwohl"ausgerichtete Argumentation der herrschaftlichen Seite und legitimierte - quasi zur Schadensabwehr für das Gemeinwesen - die obrigkeitlichen Eingriffe in althergebrachte Nutzungs- und Eigentumsrechte der Gemeinden. Winfried Schenk hat jüngst auf das allgemeine Forschungsdilemma verwiesen, daß "zur Bewertung von Nutzungsansprüchen und bei der Rekonstruktion von Waldzuständen in nichtstaatlichem Besitz [...] der Waldbesitzer und -nutzer nahezu ausschließlich in Quellen erscheint, die von Herrschaft oder Staat initiiert und folglich von deren Interessen geprägt sind". Nicht nur bei Forsthistorikern hat die in den Quellen dominierende herrschaftliche Sichtweise allzuoft Einzug gehalten, ohne in ausreichendem Mage kritisch hinterfragt zu werden. Auch im Bereich der Forschungen zum Bauernkrieg von 1525 und zum bäuerlichen Widerstand im Alten Reich - Nutzungsbeschränkungen provozierten zumeist Widerstand auf seiten der Betroffenen - spiegeln sich vielfach die Argumentationsfiguren, die die herrschaftlichen Eingriffe in bäuerliche Nutzungsberechtigungen und Eigentumsrechte flankierten.</description>
      <author>Ralf Fetzer</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27403</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 10:58:35 +0200</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Fritz Trautz</title>
      <link>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27401</link>
      <description>Am 31. Mai 2001 starb überraschend in Heidelberg-Ziegelhausen, in seiner Wohnung hoch über dem Neckar, im 85. Lebensjahr Fritz Trautz, 1969 bis 1982 Inhaber des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. In einer akademischen Trauerfeier in der Aula seiner Universität gedachten am 12. Juni 2001 Kollegen, Freunde und Schüler seiner. Die Urnenbeisetzung im Familiengrab auf dem Karlsruher Hauptfriedhof erfolgte am 6. Juli 2001 seinem Wunsch entsprechend im engsten Verwandtenkreis.</description>
      <author>Kurt Andermann</author>
      <category>article</category>
      <guid>https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/index/index/docId/27401</guid>
      <pubDate>Mon, 05 Oct 2026 10:45:08 +0200</pubDate>
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