67.2010
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Nicht nur als Pädagoge vorbildlich und erfolgreich, sondern weit über die eigentliche berufliche Tätigkeit hinaus interessiert und engagiert, das war der in Volkertshausen geborene Lehrer, Konrektor und Schulleiter Erwin Keller. Nach Abitur und Kriegseinsatz an der Ostfront wurde er 1946 als Schulhelfer
der erste Lehrer an der Aacher Volksschule nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits damals begann er mit viel Hingabe und Leidenschaft, die Geschichte des Städtchens Aach zu erforschen. Seine berufliche Laufbahn führte ihn u. a. nach Göggingen, Welschingen, Bankholzen und Eigeltingen. Am längsten
wirkte er als »Dorfschulmeister« in Bankholzen, wo er 1958–1977 alle Klassen gemeinsam unterrichtete. Mit der Stelle waren der Organistendienst und die Leitung des Kirchenchores verbunden.
Es gibt wohl in ganz Deutschland keinen zweiten Bürgermeister mit ähnlichen Tätigkeitsmerkmalen wie den in der deutschen Exklave Büsingen, einem besonderen Dorf, umgeben von eidgenössischem Territorium. Neben den üblichen kommunalen Aufgaben jedes Gemeindeoberhauptes muss sich der Büsinger Bürgermeister mit den Auswirkungen des 1967 in Kraft getretenen deutsch-schweizerischen Staatsvertrages und seinen regelmäßigen Ergänzungen und Aktualisierungen befassen. Otto Weiss, 1947–1969 Ratschreiber in Büsingen und 1969–1990 Büsinger Bürgermeister, hat diese Aufgabe mit diplomatischem Geschick, politischem Feingefühl und großer Beharrlichkeit hervorragend gelöst. Sein Name bleibt untrennbar mit dem erfolgreichen Abschluss des Büsinger Staatsvertrages verbunden.
Am 9. November 2009 konnte der Arbeitskreis Landeskunde-Landesgeschichte in einer Feierstunde sein 25-jähriges Jubiläum begehen. Im Rahmen dieser Veranstaltung gab Dr. Fredy Meyer sein Amt als Vorsitzender an die Leiterin des Stockacher Stadtmuseums, Dr. Yvonne Istas, ab. Der Arbeitskreis Landeskunde-Landesgeschichte Stockach wurde am 25. September 1984 im Berufsschulzentrum durch den damaligen Vertreter des Staatlichen Schulamts Konstanz, Schulamtsdirektor Franz Späth, gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Oberstudiendirektor Werner Huger, Realschullehrer i. R. Karl Bosch, Konrektor i. R. Andreas Gückel, der vor einigen Jahren verstorbene Stockacher Stadtarchivar Hans-Günther Bäurer und Studienrat Fredy Meyer. Zum Leiter der Arbeitsgemeinschaft wurde Fredy Meyer gewählt.
Im Häs ohne Handschuhe
(2010)
Eine Sicht von außen auf die Hegau-Bodensee Fastnacht haben sich die Verantwortlichen der jubilierenden Institutionen gewünscht. Doch ich weiß nicht, ob ich von außen bin, vielleicht bin ich auch mehr von außen, als es den Auftraggebern recht ist. Eigentlich bin ich fast von einer anderen Narrenvereinigung, quasi von der Konkurrenz. Bin ich doch der Ur-Ur-Enkel von Jakob Mayer von Geisingen, und der war immerhin Gründer der Narrenzunft Grünwinkel Geisingen 1858 und die ist stolzes Mitglied der nicht minder stolzen Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. Die Sicht auf die Hegau-Bodensee-Fastnacht wird gewünscht. Ich will zusammen mit meinem Urahn, seligen Angedenkens, den Blick auf die Hegau-Bodensee- Fastnacht werfen und unsere Beobachtungen von der hiesigen Fastnacht kund tun: Auffälliges und Merkwürdiges, Lobenswertes und vielleicht auch Wunderliches.
In der »Frankfurter Zeitung« stand 1881 folgender Nachruf: »Jetzt ist der Alte todt. Im deutschen Volke wird er ewig leben, denn er war im vollsten Sinne des Wortes das, was man nur von wenigen sagen kann: ein Liebling des Volkes.« In Baden musste man lange Jahre danach niemandem erklären, wer Friedrich Hecker war. Geboren wurde er 1811 in Eichtersheim in Baden. Nach Studium und Promotion zum Doktor juris wurde er 1842 Abgeordneter der II. Badischen Kammer. Der junge Jurist machte dank seiner glänzenden Rednergabe rasch auf sich aufmerksam.
"Und das ist Badens Glück"
(2010)
Dieser Vers aus dem Badnerlied bringt so wunderbar die badisch-schwäbische Kabale und Liebe zum Ausdruck, die im Folgenden eine große Rolle spielen wird. Heute ist man in Singen und Umgebung sehr stolz darauf, Badener zu sein. Aber das war nicht immer so. Erst vor genau 200 Jahren, 1810, wurden Singen und der zentrale Hegau badisch und das war durchaus Badens Glück. Bis heute hat dieser Herrschaftswechsel einen entscheidenden Einfluss auf die Geschichte und das Selbstverständnis des Hegau. Stellen Sie sich aber einmal vor, der Hegau wäre nicht badisch, sondern schwäbisch! So bitter das auch gerade für viele Fastnachter im Hegau sein mag, ganz so abwegig ist diese Vorstellung gar nicht. Denken Sie etwa an das Schwäbische
Herzogtum des Mittelalters, das von den Vogesen bis an den Lech und fast vom Comer See bis nach Cannstatt reichte. Und mittendrin der Hegau! Für die Menschen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit war es daher überhaupt keine Frage, dass der Hegau in Schwaben lag. Auch in der Zeit um 1800, mit der wir uns heute befassen wollen, war das noch so. Unsere Region lag für die Hegauer damals selbstverständlich in Schwaben und die Hegauer waren sogar sehr stolz darauf, Schwaben zu sein. Aber dann überschlugen sich die Ereignisse.
"Du, o großer heiliger Berg"
(2010)
1931 erschien in der Zeitschrift »Atlantis« eine Erzählung mit dem Titel »Flucht auf den Hohentwiel «. Ihr Autor: Rudolf Schlichter (1890–1955), der als Maler, Zeichner und Illustrator zu den herausragenden, freilich auch merkwürdigsten und schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts gehört. Man kennt ihn als Mann großer Stilvielfalt, die von dadaistischen, expressionistischen und futuristischen Anfängen bis zu Verismus und Neuer Sachlichkeit reicht und in ein surrealistisches, mitunter altmeisterlich geprägtes Spätwerk mündet, in dem die Sozialkritik der Frühzeit in zeitlose Allegorien überführt ist.
Für den heute vorrangig als Begründer der Kulturzeitschrift »Die Rheinlande« bekannten Erzähler Wilhelm Schäfer (1868–1952), der im Herbst 1918 mit seiner dritten Frau Blanche, geb. von Fabrice, und zwei Söhnen auf die Sommerhalde bei Ludwigshafen am Bodensee gezogen war, war die Schweiz seit seiner ersten Reise nach Schaffhausen und Zürich im Jahre 1890 zugleich Wahlheimat und Sehnsuchtsort. Er widmete ihr eine Reihe von Büchern, die dieses besondere Verhältnis beleuchten, darunter 1931 in der Reihe »Die Schweiz im deutschen Geistesleben« des Huber Verlags Frauenfeld das schmale Bändchen »Wahlheimat«, das auch in der Schweiz stark beachtet wurde. Gleich zu Beginn schilderte der 63-jährige Autor, wie er vierzig Jahre zuvor zusammen mit zwei weiteren jungen Lehrern zum ersten Mal für eine zehntägige Reise in die Schweiz kam, »verlockt durch den billigen Preis des Ferien-Sonderzuges, wie sie damals zu laufen begannen. Weil der Rheinfall zu jener Zeit für eine unumgängliche Sehenswürdigkeit galt, wählten wir Schaffhausen als Eingangstor.«
Hugo Baur
(2010)
Eine der interessantesten und prägendsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Stadt Konstanz, wie in der Geschichte der Bodenseegegend in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, ist ohne Zweifel der Konstanzer Anwalt und Zentrumspolitiker Dr. Hugo Baur. Obwohl Baur niemals über ein Reichs- oder Landtagsmandat verfügte, kam ihm gleichwohl innerhalb der Badischen Zentrumspartei, deren Vorstand er angehörte und deren Vorsitz er im ersten badischen Landtagswahlkreis führte, eine zentrale Stellung zu. So war Baur von Jugend an mit den führenden Persönlichkeiten des katholischen Lagers in der badischen Landespolitik bekannt und wurde schon in jungen Jahren zu einem überaus engagierten Wahlkämpfer und Vertreter der Rechte der badischen Katholiken. Mit der Übernahme des Vorsitzes der Zentrumspartei in Konstanz kam nun sein ausgeprägtes Talent als »Wahlkampfmanager« zum Tragen, während er gleichzeitig als begabter Organisator maßgeblich an einer Professionalisierung der Strukturen der Zentrumspartei im Seekreis Teil hatte.
Über 5600 lebende Sprachen gibt es gegenwärtig auf der Welt, die vielen Dialekte sind dabei nicht mitgezählt. Zudem bereitet die Abgrenzung mancher Sprachen von ihren Dialekten Schwierigkeiten. Den Rang einer überregionalen Sprache oder gar einer Weltsprache erreichen nur wenige, und diese wechseln noch von Zeit zu Zeit. So war in der Zeit des Hellenismus (300–100 v. Chr.) Griechisch die überregionale Sprache in der damaligen Welt des Mittelmeerraumes und des Vorderen Orients. Diese wurde später von Latein abgelöst. Ein allgemeines Verständigungsmittel waren beide Sprachen damals nicht.
Zu Ausnahmen sind heute Straßenbenennungen mit Hintersinn geworden, die örtlichen Planungsämter gehen oft und gern den unkomplizierten Weg und ziehen irgendwelche Gewann-Namen für ihre Benennungsvorschläge heran. Insofern ist die Einweihung des Friedrich-Ganter-Platzes in Volkertshausen ohne Zweifel etwas Besonderes, denn es geht nicht um irgendein Sträßchen in der Peripherie, sondern um einen zentralen Platz, zudem steht der fragliche Namenspate für nicht weniger als die Geschichte der deutschen Demokratie.
Landwirtschaftliche Nutztiere sind Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe und Hühner. Sie tragen in verschiedenem Maße zum Einkommen des Bauern bei. Den Betriebszweig, der durch die Haltung von Nutztieren die Rentabilität des landwirtschaftlichen Betriebes entscheidend beeinflussen kann, nennt man auch Veredelungswirtschaft. Neben dem Betriebszweig Veredelungswirtschaft wird das Einkommen des landwirtschaftlichen Betriebes mehr oder minder stark durch den Ackerbau bestimmt.
Bevor 1798 eine eigene Pfarrei errichtet wurde, war Überlingen eine Filiale von Bohlingen. Im Sonntagsgottesdienst wurde von der Kanzel herab die Gottesdienstordnung für die nächste Woche aus dem Verkündbuch verlesen. In dieses Buch wurden auch Ehevorhaben und Verwaltungsankündigungen handschriftlich aufgenommen. Gelegentlich finden sich informative Randeinträge und aufschlussreiche Änderungen während des Eintrags. Da noch im Jahr 1865 alle 424 Einwohner katholisch waren, wurde auch bei den Mitteilungen die gesamte Bevölkerung erreicht. Die Verkündbücher umfassen bis zu 20 Jahre pro Band, sind ab 1811 erhalten und werden im Pfarrhaus im Pfarrarchiv aufbewahrt. Das Verkündbuch für die Zeit bis 1811 wurde bereits 1868 vermisst. Verkündbücher sind eine häufig vernachlässigte, jedoch vielseitige Quelle über viele Bereiche des Lebens. Hier finden sich zahlreiche Hinweise auf Sitten und Gebräuche im Dorf und auf Ereignisse, die das Leben beeinflusst haben.
Dieser Beitrag versucht an Hand der Besitzstandverzeichnisse aus dem 19. Jahrhundert einen Einblick in die Sozialgeschichte einer Gemeinde des jüdischen Landjudentums zu geben. Eine wissenschaftlich systematische Auswertung der Erstvermessung der jüdischen Gemeinden im Hegau wird vom Autor vorbereitet, dieser Beitrag versucht einen ersten Überblick über die Entwicklung der Gemeinde Wangen auf der Höri zu geben.
Wangen vor 500 Jahren
(2010)
Wenn hier über Wangen um 1500 berichtet wird, so liegt das vor allem daran, dass das der früheste Zeitpunkt ist, zu dem wir ein Bild des Dorfes erkennen können. Über Wangen im Mittelalter wissen wir nur zu manchen Zeitpunkten, zu welcher Herrschaft es gehörte; daraus können wir aber nichts erkennen über Größe, Ausdehnung und Gestalt des Dorfes oder seine Strukturen. Ab 1433 haben wir einzelne Urkunden, die Namen von Wangener Bürgern, Höfe und Flurnamen enthalten. Im Gemeindearchiv liegen 59 ältere Urkunden zur Wangener Geschichte, davon über ein Dutzend aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Für ein Gesamtbild reicht das aber auch nicht aus.
In seinem großen Jubiläumsprojekt hat der Hegau-Geschichtsverein im Jahre 2005 insgesamt 1000 vor 1850 entstandene Ansichten aus dem Hegau zusammengetragen, durch eine Datenbank erschlossen und zugänglich gemacht sowie die wichtigsten Beispiele in einem großformatigen Sonderband
des HEGAU publiziert. Auf vielen dieser historischen Ansichten sind Kleindenkmale zu sehen. Diese tragen dazu bei, dass aus einer Landschaft eine Kulturlandschaft wird.
Im Münsterpfarramt Konstanz werden sieben barocke Porträts von hochgestellten Geistlichen aufbewahrt, die lange Zeit als Konstanzer Domherren galten. Erst 2006 wurden die Gemälde – vom Verfasser dieses Beitrags – inventarisiert. Ein Ergebnis der Untersuchung war, dass die Bildnisse nicht Domherren, sondern Äbte zeigen: ein Bild Abt Stephan I. Jung von Salem und die übrigen sechs Bilder die letzten vier Äbte des Klosters Petershausen. Das Aussehen der besagten Äbte ist nur zum Teil bekannt. Nicht nur deshalb ist es sehr wünschenswert, die bislang nicht einmal Fachleuten bekannten sieben Abtporträts im Münsterpfarramt Konstanz einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Abgesehen davon sind die Bilder zumeist auch
künstlerisch von guter bis sehr guter Qualität.
Loreto-Kapellen im Hegau
(2010)
Loreto-Kapellen sind in vielerlei Hinsicht besonders: zum einen als Ort einer ganz eigenen, recht ungewöhnlichen Sonderform der Marienverehrung, zum anderen als sehr eigenartige Architekturform ohne vergleichbare Beispiele. Eine Loreto-Kapelle ist immer recht schnell als eine solche zu erkennen. Schon diese Besonderheit macht es lohnend, sich einmal mit dem Thema etwas ausführlicher zu befassen. Abgesehen davon weiß heutzutage kaum noch jemand, was »Loreto « (eingedeutscht »Loretto«) bedeutet, warum diese Kapellen so eigenartig aussehen und was ihre Funktion war.
Kirchliche Kunst ist naturgemäß aufs Engste mit dem Christentum verbunden. Sie spiegelt zeichenhaft die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens wider, dient der Verkündigung des Evangeliums und Verherrlichung Gottes und umfasst neben dem Kirchenbau selbst alle Werke, die für die Ausstattung der Kirche, die Liturgie, aber auch im privaten Bereich als Ausdrucksformen christlicher Frömmigkeit entstanden sind.
Hans von Schellenberg ist der älteste Sohn von Junker Gebhart von Schellenberg und der Schaffhauserin Barbara von Fulach, neben seinen drei jüngeren Geschwistern Eberhart, Clara und Anna. Den ersten Unterricht in moribus und literarum studiis erhalten Hans und Eberhart durch einen Hauslehrer. 1564 beginnt ihr weiterer Bildungsweg an der Hochschule Ingolstadt, wo Hans von Schellenberg – nun 16 Jahre alt – Rhetoricum und Dialektikum studiert. Ein Jahr später hört er in Freiburg Vorlesungen über Philosophie, Geschichte und Zivilrecht. Von Freiburg reisen die beiden Brüder nach Italien, wo Eberhart von Schellenberg am 14. April 1572, erst 20 Jahre alt, in Rom stirbt. Über die Ursache seines frühen Todes ist aus den Quellen nichts bekannt und auch Hans von Schellenberg spricht in seinen Briefen nie von seinem toten Bruder. Er verlässt jedoch daraufhin Italien und setzt seine Studien im Burgund und an andern Orten Frankreichs fort.
Wer vom östlichen Seeufer bei Hagnau, Meersburg, Uhldingen oder von Bord eines Schiffes oder Bootes herüber schaut auf den südlichen Zipfel des Bodanrücks, wird den sehr markanten Turm der Allmannsdorfer St. Georgskirche und den Wasserturm auf der Allmannshöhe nicht übersehen können. Erst 1915 ist die aus drei Dörfern und sieben Zinken (Weilern) bestehende selbstständige Gerichts- und Bürgergemeinde Allmannsdorf durch freiwillige Eingemeindung der Stadt Konstanz angegliedert worden. Das Dorf Staad ist Teil der ehemaligen Gemeinde und auch nach der Eingemeindung
bis in die frühen 1950er Jahre als eine in sich geschlossene Siedlung erkennbar gewesen. Die großflächige Überbauung setzte erst in den 1960er Jahren ein, sie hat das Ortsbild total verändert.
Erfra(e)ulich
(2010)
»Ohne Frauen geht es nicht. Das hat sogar die Geschichtsschreibung erkannt!« So könnte man das Interesse der Geschichtsforschung am Thema Frauen in freier Anlehnung an das Zitat der italienischen Schauspielerin Eleonora Duse (1858–1924) erklären. Doch wer sich auf den Weg begibt, die örtliche Geschichte der Frauen zu erforschen, der merkt alsbald, dass dies ein mühsames Unterfangen ist. Es gibt keine Akten zu »den Frauen« und auch die jüngeren Geschichtsbücher schweigen sich bis auf wenige Zeilen zu diesem Thema aus. Gab es denn nichts Berichtenswertes? Nachfolgend soll versucht werden, Spuren von Frauen in der Stadtgeschichte Radolfzells aufzudecken, wohl wissend, dass dies nur der Anfang sein kann, es in vielem
unvollständig ist. Es sind Schlaglichter, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vielleicht kann der Beitrag ermutigen, neue Spuren zu suchen und bestehende zu verfolgen.