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Über die Geschichte von Singen ist im Laufe der Jahre viel geschrieben worden. Der frühere Singener Stadtarchivar und Historiker Herbert Berner forschte nicht nur selbst, sondern gewann auch zahlreiche Wissenschaftler wie Eberhard Dobler, den St. Galler Archivar Werner Vogler oder den Archivar des Fuggerarchivs Franz Karg für Beiträge über das ausklingende Mittelalter und die Frühe Neuzeit. Alle befassten sich mit Themen, für die sie besonders spezialisiert waren. Beschäftigte sich der Schaffhauser Forscher Max Ruh mit dem Einfluss Schaffhausens auf Singen, so ging Werner Vogler auf die Verhältnisse im St. Gallischen Lehen Singen ein und Herbert Berner blieb es vorbehalten, die Geschichte vor Ort zu beleuchten. Das Rad muss
hier nicht neu erfunden werden, es soll im Folgenden vielmehr gelingen, die vielen Gesichtspunkte der Forschungen miteinander zu verbinden.
800 Jahre Randegg
(2014)
Randegg hat die Ersterwähnung seiner zentralen Lage zu verdanken – und das überrascht! Ja, Randegg lag im Mittelalter zentral. Das ist eine Tatsache, die die heutigen Menschen doch sehr verwundert. Denn Randegg lag im Mittelalter an einer wichtigen Straße. Es war eine sogenannte »Königstraße«, die von Ulm über Oberschwaben und Stockach nach Schaffhausen führte. Später rollten auf dieser Trasse schwere Frachtwagen mit vielen Gütern, vor allem Salz und Getreide, was die Schweizer immer brauchen konnten. Durch Randegg galoppierten Postreiter mit eiliger Post und später fuhren Postkutschen ins zu allen Zeiten bedeutende Schaffhausen.
Duchtlingen hat eine lange Geschichte. Mit seinen 1250 Jahren seit der Ersterwähnung gehört es – außer den reichenauischen am Untersee – zu an am frühesten genannten Orten im Hegau. Doch diese 1250 Jahre schriftliche Geschichte sind wenig im Vergleich zur sogenannten Vorgeschichte, aus der jungsteinzeitliche Funde vorhanden sind.
Das Dorf Wangen am Fuße des Schienerberges, auf der südlichen Uferseite der Halbinsel Höri gelegen, gibt es bereits seit etwa 1400–1600 Jahren. Sein Name geht auf die althochdeutsche Silbe »wang« zurück, was Feld, Wiese oder Hang bedeutet. Der Dorfbach hat hier einen flachen Hügel in den See hineingeschoben, der schon bald nach der alemannischen Landnahme besiedelt worden sein dürfte. Ob die hier landsuchenden Alemannen an den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Römern beteiligt waren? Es wäre die Gründung des ersten Hofes bzw. des Dorfes dann womöglich
auf einen Krieg zurückzuführen.
Wohl jeder im Saal kennt aus eigener Erfahrung die schwierige staatsrechtliche Lage, in der sich unser Jubelort befindet – ein Ort, der zwischendrin liegt, der nicht ganz Deutschland ist und nicht Schweiz sein darf. Erlauben Sie mir als Gottmadinger zu Beginn aus meinem eigenen Erleben mit Büsingen zu berichten. Es war vor etwas mehr als zehn Jahren, als ich mit Ehefrau, Kindern und einem Freund aus Köln im schönen Strandbad in Büsingen lagerte. Der Rhein floss gemächlich vorbei, die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel, Badeleben, wie man es kennt und liebt. Im öffentlich aufgestellten Fernsehapparat lief ein Fußballspiel der damaligen Europa- oder Weltmeisterschaft – Fußball ist nicht eines meiner Hauptinteressen.
Als laufende Weiterführung der von mir im Auftrag der Badischen Historischen Kommission bearbeiteten Bibliographie der badischen Geschichte folgt die Zusammenstellung in der Anlage und ihrem sachlichen Aufbau sinngemäß den Grundsätzen dieses Werkes. Der Raumersparnis wegen ist eine Anzahl von Titeln zum Abschnitt Gesundheitswesen nicht abgedruckt worden, da sie in dem eben im Druck befindlichen Halbband dieser Bibliographie erscheinen. Verfasser vor allem von Arbeiten zur Ortsgeschichte und solchen Schriften, die an entlegener Stelle veröffentlicht sind, werden gebeten, diese wenn möglich durch Übersendung von Belegstücken dem Bearbeiter, Bibliotheksdirektor Dr. Lautenschlager in Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, mitzuteilen.
Der Hegau gehört zu den bedeutendsten »Burgenlandschaften« Mitteleuropas, doch von der großen Anzahl mittelalterlicher Adelswohnsitze blieben nach den Zerstörungen in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kriegen fast nur Ruinen und Burgställe, die meist im Laufe der folgenden Jahrhunderte von Anwohnern zur Gewinnung von Baumaterial ausgeschlachtet wurden. Doch noch 1643 schreibt Matthäus Merian, der Hegau sei »ein klein […] fruchtbares Ländlein […], darinnen viel feste hohe Schlösser [Synonym für Burgen] unnd […] viel Adels«.
Biegt man am Vorderschweingrubenhof in die von alten Obstbäumen gesäumte Verbindungsstraße nach Hecheln ein, so gelangt man zuerst zum Hinterschweingrubenhof und kurz darauf in einer Linkskurve rechter Hand zu der auf einer sanft ansteigenden Wiese stehenden Nothelferkapelle. Das heutige Kirchlein wurde im Jahre 1911 anstelle eines älteren Gebäudes im Stil der Neugotik erbaut. Es ist ein kleines, aber feines Kapellenheiligtum, das die Talaue weithin überschaut.
Die ältere Burgenforschung sah »das Ende der Burgen« zeitgleich mit dem »Ende des Mittelalters um 1500« und konstatierte die Aufspaltung wesentlicher Funktionen der Burg in der Frühen Neuzeit: Angeblich übernahmen nach 1500 Schlösser die repräsentativen Funktionen und Festungen die Wehrfunktionen der Burgen. Doch entspricht die unter Laien noch gängige Unterscheidung von Burg und Schloss weder historischen Befunden, noch dem Selbstverständnis der Bauherren im 15./16. Jahrhundert und darüber hinaus. Beide Begriffe wurden bis in die Neuzeit synonym verwendet und viele Burgruinen und Burgställe unserer Region werden bis heute im Volksmund »Schloss« genannt, etwa in Gailingen (Bürglischloss), Ludwigshafen
(Knorenschloss) und Orsingen-Nenzingen (Heidenschlössle).
Die Zusammenstellung verzeichnet die im Jahre 1938 erschienenen Schriften zur badischen Geschichte einschließlich ihrer Hilfs- und Sonderdisziplinen, zur Landes⸗ und Volkskunde und zur Personen- und Familiengeschichte, soweit sie bis zum 1. März 1939 dem Bearbeiter bekannt und zugänglich geworden sind. Als laufende Weiterführung der von mir im Auftrag der Badischen Historischen Kommission bearbeiteten Bibliographie der badischen Geschichte folgt sie in der Anlage und ihrem sachlichen Aufbau sinngemäß den Grundsätzen dieses Werkes. Verfasser, vor allem von Arbeiten der Ortsgeschichte und solchen Schriften, die an entlegener Stelle veröffentlicht sind, werden gebeten, diese wenn möglich durch Übersendung von Belegstücken dem Bearbeiter, Bibliotheksdirektor Dr. Lautenschlager in Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, mitzuteilen.